TOUCHDOWN EINE AUSSTELLUNG MIT UND ÜBER MENSCHEN MIT DOWN-SYNDROM

Ausstellungs-Datum: 29. Oktober 2016 bis 12. März 2017

In der Ausstellung TOUCHDOWN geht es um das Down-Syndrom.
Sie zeigt Spuren von Menschen mit Down-Syndrom.
In verschiedenen Zeiten.
Und in verschiedenen Ländern.
In der Kunst.
In der Wissenschaft.
In Filmen und im Theater.
In der Gesellschaft.
Sie erzählt, wie Menschen mit Down-Syndrom leben.
Wie sie früher gelebt haben.
Und wie sie in Zukunft leben möchten.

Die Ausstellung wird von Menschen mit und ohne Down-Syndrom
zusammen gemacht.
Sie erarbeiten und zeigen die Inhalte als Team.
Und sie sprechen mit Menschen über die Ausstellung.
Zum Beispiel bei Führungen.

Die Ausstellung will Fragen stellen.
Über Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Über Vielfalt.
Und wie Menschen mit und ohne Behinderung zusammen ein gutes Leben haben.

Die Ausstellung entsteht in Zusammen-Arbeit mit dem Forschungs-Projekt TOUCHDOWN 21.
Hier kann man mehr über das Forschungs-Projekt lesen.

Handicap-Fanclub-Fußball-Nationalmannschaft

Nachdem die WM 2006 ausgewertet wurde und alle Probleme gründlich analysiert wurden trafen sich am Freitag, den 03.11.2006, Behinderte von verschiedenen Vereinen in der DFB Zentrale in Frankfurt.

Es wurde der Beschluß gefaßt, einen Handicap-Fanclub-Fußball-Nationalmannschaft ins Leben zu rufen.

Der Fanclub setzt sich insbesondere für die Belange von behinderten Fans im Umfeld der Fußball-Nationalmannschaft ein und soll Anlaufpunkt sein. Er dient als Plattform für Behinderte allgemein, sowie für Blinde und Rollstuhlfahrer im besonderen. Es geht um die Planung und Durchführung von gemeinsamen Aktionen mit „nichtbehinderten“ Mitgliedern im schon bestehenden Fanclub-Nationalmannschaft organisiert sind. Geplant sind die Durchführung von Mitgliedertreffen und die konkrete Unterstützung und Betreuung bei allen Fragen sowohl bei Heim- als auch bei Auswärtsspielen der deutschen Fußball Nationalmannschaft. Den Mitgliedern werden die gleichen Vergünstigungen angeboten, die es auch jetzt schon im Fanclub-Nationalmannschaft gibt.

Warum denn nicht?

Unter dem Titel „Warum denn nicht schreibt die FAS am 14. August 2016: Der Karikaturist Phil Hubbe zeichnet Cartoons über Behinderte. Die sind witzig und böse. Und fast alle, die finden, das ginge nicht, sind gesund. …

Zum aktuellen Buch
Mein letztes Selfie: Behinderte Cartoons 6
Gebundene Ausgabe – 28. Juli 2016

Aus dem Pressetext:

Phil Hubbe ist ein Cartoonist mit großer Pressepräsenz! Wieso? Seine Cartoons greifen, wie auch in diesen Buch das Thema Behinderung auf – und zwar aus der Sicht der Betroffenen. Das sorgt immer wieder für Aufsehen und Irritationen … Darf der das? Ja, er darf nicht nur, er kann es auch!

Phil Hubbe PM.pdf

Bewerber gesucht – Aktion Mensch startet neue Initiative

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Aktion Mensch hat sich zum Ziel gesetzt die Umsetzung von Inklusive vor Ort voranzutreiben. Eine erfolgreiche Umsetzung von Inklusive kann nur im Sozialraum gelingen, denn dort gestalten Menschen ihr Zusammenleben.

Mit dem heutigen Start der Initiative „Kommune Inklusive“ möchten wir dieses Ziel unterstützen und einen Beitrag für eine inklusive Gesellschaft leisten. Bei dieser Initiative sollen ausgewählte Sozialräume bei der Umsetzung und Erprobung von modellhaften Konzepten für die langfristige Gestaltung von inklusive Sozialräumen begleitet werden.
Die Auswahl der Sozialräume erfolgt durch ein dreistufiges Auswahlverfahren, welches zunächst mit einer offenen Bewerbungsphase beginnt. Dazu reicht es aus, die Idee zur inklusive Sozialraumvernetzung in einer ersten kurzen Konzeptskizze zu formulieren. Wichtige Partner müssen ihr Interesse an dem Vorhaben durch eine Interessenbekundung mitteilen.

Einreichungsfrist für diese Unterlagen ist der 30.06.2016.

Auf Basis dieser Bewerbungsunterlagen entscheidet die Aktion Mensch unter allen Einreichungen darüber, welche Sozialräume an der Initiative „Kommune Inklusive“ teilnehmen können.
In den darauf folgenden Monaten stellen wir eine umfangreiche und fachliche Begleitung zur Weiterentwicklung der Konzeptskizze sicher. Darüber hinaus erhalten die ausgewählten Sozialräume Beratung und Unterstützung, um ihre Konzepte erfolgreich umzusetzen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie sich um die Teilnahme an der Initiative „Kommune Inklusive“ bewerben würden.

Mit den besten Grüßen

Carolina Ziele
Projektleiterin

Aufruf Kommune inklusiv.pdf

Interessensbekundung.doc.docx

ZUKUNFT TROTZ HANDICAP E.V. Leuchtturm Projekt in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Am 2.3.2013 wurde der Verein “Zukunft trotz Handicap“ durch die Initiatoren Frau Andrea Hanisch und Hans Jürgen Gerhardt gegründet . Das Ziel des Vereins war und ist es, Menschen mit angeborenen oder erworbenen Behinderungen und deren Angehörige zu unterstützen. Die Unterstützung soll sowohl in Form von Beratung, Zuwendung, Geld- und Sachleistungen als auch durch die Entwicklung von neuen Lebensformen und -räumen für diese Zielgruppe erfolgen.
Wie leben Menschen mit Behinderung in der Zukunft? Wo gibt es Bedarf an Verbesserungen? Diese Fragen beschäftigen sehr viele Eltern und Betreuer. Der Verein will sich diesen Themen widmen und eine Plattform dafür schaffen.
Es gibt bereits viele Organisationen und Vereine, die sich auch mit diesen Themen beschäftigen. Wir von ZUKUNFT TROTZ HANDICAP möchten neue Wege gehen.
Wir wollen eine Brücke schlagen zwischen sozial schwachen und sozial starken Familien und Synergieeffekte entwickeln.
Aufgrund der Erfahrungen, die Herr Gerhardt mit dem von ihm und anderen Eltern initiierten Projekt in Oberschleißheim gemacht hat, und der Möglichkeit von Frau Hanisch als Gemeinderätin der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn wurde der Verein ins Leben gerufen und fand sehr schnell breites Interesse. Über 30 Mitglieder verzeichnete der Verein bei Gründung.
Neue Wohnformen für Menschen mit Behinderung zu finden und diese erfolgreich umzusetzen war das erste Ziel.
Die 10 jährige Erfahrung des elternfinanzierten Wohnhauses in Oberschleißheim zeigt die positive Entwicklung der dortigen Bewohner. Sie fühlen sich zuhause und leben ausgesprochen gerne in der behüteten Gemeinschaft.
Bei der Gründung des Vereins ZUKUNFT TROTZ HANDICAP zeigte sich der große Bedarf einer weiteren Einrichtung dieser Art. Durch die Kontakte von Frau Hanisch zur Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn stand ein geeignetes Grundstück zur Verfügung und dieses Gebäude wurde zum Pilotprojekt des Vereins. Der Verein hatte in der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn einen Partner gefunden, der sehr aufgeschlossen ist und ein offenes Ohr für soziale Belange hat. Die optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und die Nähe zu München macht das Projekt besonders attraktiv.
Die jungen Leute wollen ja beweglich sein und von den Angeboten in München profitieren. In der Gemeinde wird Inklusion nicht nur unterstützt sonder auch gelebt.
Um Plätze für sozial schwache Familien in diesem Pilotprojekt zu schaffen, konnte der Verein die Halbauer Stiftung gewinnen.
Um zukünftige Projekte dieser Art realisieren zu können, plant der Verein die notwendigen Mittel größtenteils aus dem Verein selbst zu generieren.
Wesentlich zu erwähnen ist, dass der Verein bereit ist, auch sein Know-how zur Verfügung zu stellen. So können Personen oder andere Organisationen beraten und unterstützt werden.
Der Bedarf ist erfahrungsgemäß nicht nur in München groß. Auch andere Regionen benötigen Unterstützung.

Gerade bei Menschen mit Handicap ist es wichtig, dass der Lebensraum ihren Bedürfnissen entspricht, damit eine sehr positive Gesamtentwicklung sichergestellt werden kann.
Das Pilotprojekt entsteht in einem neuen Baugebiet der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Somit entsteht dort für alle eine neue Nachbarschaft und man wird gegenseitig voneinander profitieren. Unser Haus ist darauf ausgerichtet Inklusion zu unterstützen. Hierzu kann der Mehrzweckraum, der Fitness Bereich oder andere Räume genutzt werden.
Wir planen hier Musikveranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten der Bewohner mit anderen Gemeindemitgliedern.
Der Schwerpunkt in der Beratung von jungen erwachsenen Menschen mit Handicap, liegt sowohl im Bereich Wohnen als auch im Bereich Arbeiten. Zur persönlichen Weiterentwicklung gehört aber auch der Bereich Freizeit.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Arbeitsbedingungen für die Betreuer. Sie sollten sowohl für ein stationäres Wohnheim als auch für ambulante Wohnbereiche optimal sein. Darum bemühen wir uns auch.
Themen dieser Art sind wichtig. Unsere Zielsetzung ist, diese Themen öffentlich zu machen bis hin zur Politik. Wir wollen ein kompetenter Partner für Personen und andere Organisationen sein. Wir wollen unseren großen Erfahrungsschatz anderen zur Verfügung stellen und weiter entwickeln.
Nach Fertigstellung unseres Pilotprojektes in Höhenkirchen-Siegertsbrunn wollen wir weitere Projekte initiieren.

Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz  zu bestehenden Einrichtungen sondern als Ergänzung.
Wir würden uns freuen wenn sich uns auch andere Persönlichkeiten und Organisationen anschließen und/oder durch Spenden unterstützen.

Recht auf Sparen und für ein gutes Teilhabegesetz

Unterschreiben Sie diese Petition

Wie viel Geld darf ich sparen?“ Diese Frage werden sich wohl die wenigsten Menschen bisher gestellt haben. Warum auch?

Für Menschen mit Behinderungen ist das anders. Wer trotz Behinderung erfolgreich einer Arbeit nachgeht und gar beruflich Karriere machen möchte, hat in hierzulande dazu keinen Grund. In Deutschland werden voll berufstätige Menschen ohne eigenes Verschulden daran gehindert, zu sparen. Wir dürfen nicht mehr als 2.600 Euro auf dem Konto haben! Danach wird alles abkassiert.

Anlegen einer Altersvorsorge, Rücklagen für Reparaturen, Ausfälle und Notfälle bilden, Geld für einen Autokauf ansparen oder Eine Erbschaft annehmen? Unmöglich

Da die Inanspruchnahme einer persönlichen Assistenz, ohne die die meisten Menschen mit Behinderung nicht (über-)leben könnten, unter die Sozialhilfe fällt, gelten für diese auch die entsprechenden Regelungen.

Behinderte zahlen die üblichen Steuern und Abgaben. Darüber hinaus zieht der Staat aber bis zu 40% des Einkommens zusätzlich ab. Sollte man trotzdem noch Geld sparen können, ist dies nicht gestattet. Mehr als 2.600 € darf ein Mensch mit Behinderungen, der auf intensive Hilfe angewiesen ist, nicht besitzen. Diese beiden Bestimmungen gelten auch für Ehepartner.

In Deutschland ist das Menschenrecht auf selbstbestimmtes Leben abhängig von der eigenen Wirtschaftsleistung. Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise Schweden: Dort erfolgt die Hilfe für Menschen mit Behinderungen einkommens- und vermögensunabhängig. Einfach, weil sie ohne die Hilfe nicht leben könnten.

Es geht um mehr: Auch viele weitere Probleme sollen und müssen im Bundesteilhabegesetz gelöst werden. Eltern mit Behinderung brauchen endlich Entlastung in Form von Elternassistenz; Menschen mit Behinderungen müssen sich unabhängig beraten lassen können und nicht von denen, die später auch die Kosten zu tragen haben; das Blindengeld muss zu einem Teilhabegeld für alle Menschen mit Behinderungen erweitert werden, nur so können Zusatzkosten aufgrund der Behinderung ausgeglichen werden; und vieles vieles mehr.

Die neue Bundesregierung hat versprochen, ein Bundesteilhabegesetz zu verabschieden und darin auch die Abschaffung dieser Ungerechtigkeiten festzuhalten. Damit die Regierung nicht nur redet, sondern auch Tatsachen sprechen lassen muss -> unterschreiben Sie diese Petition!

Die UN-Behindertenrechtskonvention hat bereits alles gesagt: Es geht hier um Menschenrechte!

Wir fordern Wolfgang Schäuble dazu auf, sich klar zu einem starken Bundesteilhabegesetz zu positionieren und dafür zu sorgen, dass dieses auskömmlich finanziert wird. Es ist unverständlich, warum trotz verhältnismäßig geringem Aufwand bei den Rechten von behinderten Menschen gespart werden soll.
Wir fordern Sie auf, Frau Nahles, ein Gesetz mit den zentralen Forderungen für ein Bundesteilhabegesetz in dieser Legislaturperiode umzusetzen!

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Weitere Infoquellen zu diesem Thema:

[1] Gesetz zur Sozialen Teilhabe – Änderung des SGB IX und anderer Gesetze

Entwurf des Forum behinderter Juristinnen und Juristen www.forsea.de

[2] Artikel zur Vorstellung des Gesetzesentwurfes www.kobinet-nachrichten.org

[3] Reales Beispiel in einem Beitrag des ZDF www.zdf.de/ZDFmediathek/

[4] Blogbeitrag auf Aktion Menschwww.aktion-mensch.de

[5] Liebe macht Arm www.kobinet-nachrichten.org

[6] Seit 2008 ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft: www.un.org

[7] Gutachten der Berliner Humboldt Law Clinic für Grund- und Menschenrechte http://baer.rewi.hu-berlin.de/

[8] Kampagnenseite zum Bundesteilhabegesetz:www.teilhabegesetz.org

[9] Kernpunkte für ein gutes Teilhabegesetz: www.teilhabegesetz.org

„Artikel 27: […] Die Vertragsstaaten sichern und fördern die Verwirklichung des Rechts auf Arbeit, einschließlich für Menschen, die während der Beschäftigung eine Behinderung erwerben, durch geeignete Schritte, einschließlich des Erlasses von Rechtsvorschriften, um unter anderem […]

b) das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf gerechte und günstige Arbeitsbedingungen, einschließlich Chancengleichheit und gleichen Entgelts für gleichwertige Arbeit, auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, einschließlich Schutz vor Belästigungen, und auf Abhilfe bei Missständen zu schützen;“

„Artikel 28 Abs. 1: Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf einen angemessenen Lebensstandard für sich selbst und ihre Familien, einschließlich angemessener Ernährung, Bekleidung und Wohnung, sowie auf eine stetige Verbesserung der Lebensbedingungen und unternehmen geeignete Schritte zum Schutz und zur Förderung der Verwirklichung dieses Rechts ohne Diskriminierung aufgrund von Behinderung.“

 Jetzt den Petitionsbrief lesen

Kontakt: mitmachen@teilhabegesetz.org

Gemeinsam – jederzeit & überall: der Inklusionskongress

Aus der Besprechung:
Nicht nur über Inklusive reden – sondern sie auch möglich machen! Wie das gelingen kann, haben wir mit über 200 Vertreterinnen und Vertretern aus der Zivilgesellschaft, von Wirtschaftsunternehmen, aus Politik und Wissenschaft angeregt diskutiert.

Den Rahmen dafür bot der Inklusions-Kongress „Gemeinsam – jederzeit und überall. Wie Inklusive für Menschen mit Behinderung praktisch funktioniert“, den wir gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit & Soziales und den Sozialhelden am 12./13. September 2014 in Berlin veranstalteten.

Die (barrierefrei) Dokumentation zum Inklusionskongress