Auf dem Weg in die inklusive Gesellschaft

Medizinische Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung

In Nordrhein-Westfalen leben knapp zwei Millionen Menschen mit einer schweren Behinderung. Circa jeder neunte von ihnen leidet laut Hauptdiagnose unter einer geistigen oder seelischen Einschränkung, oft kommen weitere Handicaps dazu. Seit 1994 haben Menschen mit Behinderung einen grundgesetzlich konkretisierten Anspruch auf Inklusive, also auf gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. 2009 ratifizierte die Bundesrepublik zudem die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen: Diese hat zum Ziel, dass Behinderung nicht mehr als individuelle Einschränkung verstanden wird – die Behinderung also in der Person liegt –, sondern dass die gesellschaftlichen Barrieren für Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Besonderheit thematisiert und schließlich aus dem Weg geräumt werden.

Trotz Grundgesetz und UN-Konvention: Bis zu einer inklusive Gesellschaft ist es noch ein weiter Weg. Tagtäglich stoßen Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Einschränkung – und ihre Angehörigen – auf bauliche, sprachliche, zeitliche, institutionelle, finanzielle oder diagnostische Hürden. Wie kann es aber zum Beispiel Ärztinnen und Ärzten gelingen, dem Anspruch auf Inklusive gerecht zu werden, insbesondere dann, wenn es um kognitiv oder seelisch eingeschränkte Menschen geht? Was können Ärztinnen und Ärzte tun, um ihren Beitrag zu einer Gesellschaft zu leisten, in der Menschen mit und ohne Behinderung miteinander leben und voneinander lernen können, jeder mit seinen ­Eigenheiten? Und was erwarten Menschen mit geistiger Behinderung von ihren Ärztinnen und Ärzten?
Antworten auf diese Frage suchten und diskutierten Referenten und Teilnehmer aus ärztlicher und Angehörigenperspektive auf dem Kammersymposium „Vergessene Patienten? Medizinische Versorgung für Menschen mit geistiger Behinderung“ Mitte April in Düsseldorf.

Lesen Sie bitte weiter in einem Artikel des Rheinischen Ärzteblattes